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Werksführung „inklusive“: Unterwegs bei beckers bester mit Lukas

Lukas mit Nele Teuteberg von beckers bester bei der Werkstführung

Die Produktion und Vermarktung von Lebensmitteln ist einem starken Wandel unterzogen, die manchem Mittelständler der Region „das Leben schwer macht“. Das anhaltende Wachstum der Handels Eigenmarken sowie die steigende Preissensibilität der Verbraucher stellen für Safthersteller in ganz Deutschland weiterhin eine erhebliche strukturelle Herausforderung dar, so langjähriger Produktionsleiter Henning Becker.

Umso besser, zwischendurch einmal über gute Nachrichten sprechen zu können. Deren Grund ist Lukas, 26 und seit kurzem über das so genannte Budget für Arbeit fest von den Harz-Weser-Werken vermittelt. Bereits seit langem besteht zwischen dem Unternehmen der Eingliederungshilfe und dem Saftproduzenten eine Zusammenarbeit – und immer wieder unterstützten die Harz-Weser-Werke das Familienunternehmen mit Hilfstätigkeiten wie der Sortierung von Fremdflaschen.

Über eine Anfrage des Jobcoaches für den Bereich Northeim / Einbeck, Jens Elligsen, bahnte sich seit Anfang des letzten Jahres jedoch eine neue Erfolgsgeschichte an. Seit Februar 2025 ist Lukas Schmidt aus Hevensen in dem Betrieb beschäftigt – in welchem Bereich, wird er selbst erklären. Nach einem erfolgreichen Praktikum wurde Lukas jedenfalls zu Beginn des Jahres 2026 fest vom Betrieb übernommen. Über das sogenannte Budget für Arbeit und das Jobcoaching wird sein Einsatz unterstützt, so dass ihm ein guter Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingt. Lukas ist nach der Schule neben verschiedenen Praktikumsplätzen Teil der Harz-Weser-Werke, Werkstatt Northeim, gewesen. Nach dem zweijährigen Berufsbildungsbereich arbeitete er unter anderem in der hauseigenen Tischlerei. Doch für den engagierten jungen Mann war das eher ruhige Arbeitstempo ermüdend und mit der passenden Unterstützung sind für ihn auch komplexe Zusammenhänge gut zu meistern. Man müsse sich einfach überwinden, betont er, sich auch an Dinge heranzutrauen, die einem zunächst schwerfallen. Bei beckers ist er „voll und ganz angekommen“ wie er sagt, und beweist dies eindrucksvoll bei einer individuellen Betriebsführung.

Der „Helfer für alles“, der auch Hausmeistertätigkeiten übernimmt und die Grünflächen pflegt, kennt sich mit fast allen Prozessen und Maschinen der Produktion richtig gut aus. Routiniert erklärt er die wichtigsten Aufgaben und Abläufe. „Es ist wichtig, sich an die Regeln zu halten“ sagt er, „damit die Abfüllung störungsfrei laufen kann“. Dabei kommt es auf den richtigen Sitz des Chargenetiketts genauso an wie die Wahl der richtigen Verschlussfarbe, und natürlich auf Aspekte der Hygiene und Arbeitssicherheit. Mit Begeisterung erklärt Lukas die Anlagen für die Abfüllung in Tetra-Paks, den Umgang mit den recycelten Glasflaschen und die strengen Kontrollvorgaben des Labors. Auch beim Lohnmosten hat er schon unterstützt. Hört sich tatsächlich sehr nach „angekommen“ an, zudem nach viel Abwechslung, die Lukas besonders wichtig ist. „In der Produktion ist es oft eher laut und warm, da ist es gut, wenn man zwischendurch erstmal wieder an die frische Luft kann“. Jeden Morgen erhält neue Aufträge von Henning  oder seiner Stellvertretung. „Am Ende ist es einfach eine Einstellungssache“, sagt er: „Wer arbeiten will und den Kollegen auch mal aktiv Hilfe anbietet, ist immer und überall im Betrieb gern gesehen.“

Die Jobcoaches im „Jobwerk“ der Harz-Weser-Werke sorgen für mehr Durchlässigkeit für Menschen mit Beeinträchtigungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und unterstützen aktiv bei der Vermittlung zwischen Arbeitgebern und möglichen Beschäftigten. Interessierte Unternehmen mit freien Praktikums- oder Arbeitsplätzen oder potentielle Arbeitnehmer können sich jederzeit gern bei den Jobcoaches der jeweiligen Region melden. Mehr Informationen gibt es auch unter www.h-w-w.de/arbeit-bildung/jobwerk.

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