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„Stadtverbesserer“: Kooperation zwischen Stadt Bad Sachsa und den Harz-Weser-Werken sorgt für Teilhabe und Zusammenhalt

Kooperation Stadtverbesserer vor dem Rathaus

Stadtverbesserer vor dem Rathaus Bad Sachsa

Mit frühlingsfrischen Westen wurde in der vergangenen Woche ein neues Kooperationsprojekt in Bad Sachsa offiziell gestartet. Bürgermeister Daniel Quade ließ es sich nicht nehmen, beim ersten Termin der Stadtverschönerungs-Gruppe der Harz-Weser-Werke mit einheitlichem Arbeitsoutfit dabei zu sein.

Daniel Quade unterstützt aus Überzeugung gern soziale Projekte. Daher freut er sich besonders über den „Startschuss“ der Kooperation namens „Stadtverbesserer“ mit den Harz-Weser-Werken. Ausgestattet mit weithin sichtbaren, grünen Westen beginnt zum Frühlingsbeginn eine stetige Zusammenarbeit zwischen der Harzstadt und dem Unternehmen der Eingliederungshilfe: Die wöchentliche „Stadtverbesserung“ im Stadtpark von Bad Sachsa.

Der hoch frequentierte Stadtpark ist schließlich ein Aushängeschild der Stadt und kann die Unterstützung der Bewohner des örtlichen Wohnheims für Menschen mit Beeinträchtigung gut gebrauchen. „Es ist eine echte Win-Win-Situation“, betont der Bürgermeister. „Wir schaffen gemeinsam neue Teilhabeangebote mitten in der Stadt und machen gleichzeitig die Stadt attraktiver – besser geht es nicht!“

Begonnen hat die engere Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bad Sachsa und dem Haus Eulingswiese über die städtischen Müllsammelaktionen. Mit großer Begeisterung nahmen daran mehrere Bewohner des Wohnheims unter Leitung des hauseigenen Sportbereichs teil. Erste Kontakte wurden geknüpft, und dann „hat es sich einfach so ergeben“, meint Katrin Schneider-Rasch, Leiterin der Wohnstätte. „Wir haben einfach mal nachgefragt, wie wir die Stadt am besten unterstützen können“.

Das Haus Eulingswiese ist die größte Wohneinrichtung der Harz-Weser-Werke mit angeschlossener Tagesförderstätte. Ca. 80 erwachsene Menschen mit Beeinträchtigungen leben hier, etwa die Hälfte von ihnen nutzt die hauseigene Tagesförderung. Deren Aufgabe ist es, entsprechend der Fähigkeiten jedes Einzelnen möglichst sinnstiftende Tätigkeiten anzubieten, um Teilhabe am Arbeitsleben - im weiteren Sinne - zu gewährleisten. 

Im Rahmen der Kooperation der „Stadtverbesserer“ arbeiten die Teilnehmer nun ein- bis zweimal wöchentlich im Stadtpark. Sie sammeln mit Greifern den immer wiederkehrenden Müll auf, bepflanzen Blumenkübel und fegen die Rathaustreppe. Zukünftig wird noch eine weitere, sehnsüchtig erwartete Aufgabe hinzukommen: Die Fische im Teich des Parks dürfen ebenfalls regelmäßig gefüttert werden. Die vielfältigen Aufgaben fördern die Sinneswahrnehmung, die Motorik und Beweglichkeit und die Arbeit bietet gleichzeitig ein wichtiges Lauftraining. „Jeder, dem es gut tut, kann mitmachen“, meint Jana Kürbis, Leitung der Tagesförderstätte. „Das kann durchaus auch die Seniorengruppe sein. Auch ein blinder Bewohner konnte mit entsprechender Assistenz bereits richtig gut mithelfen und hatte somit ein besonderes Erfolgserlebnis“.

Weitere Kooperationen sind bereits in Planung. TaFö-Leiterin Jana Kürbis würde sich über eine engere Verknüpfung mit weiteren Unternehmen und Institutionen der Stadt sehr freuen, um die Inklusion der Bewohner des Hauses Eulingswiese ins Stadtleben weiter zu fördern. Interessierte können sich dazu auch gerne bei ihr unter Tel. 05523 954 103 melden.

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